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  • Fachkräftesicherung

Ausbildung: Förderrichtlinien des Landes Niedersachsen veröffentlicht

Enthalten sind die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Übernahme und der Einstellung von Auszubildenden aus Insolvenzbetrieben, die Richtlinie Mobilität, die Richtlinie Entlastung und die Richtlinie überbetriebliche Ausbildung (ÜLU) 2.

Folgendes ist in den Förderrichtlinien des Landes Niedersachsen zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes​​​​​​​, die am 14.10.2020 veröffentlicht wurden, enthalten:

Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Übernahme und der Einstellung von Auszubildenden aus Insolvenzbetrieben:
In den Haushaltsjahren 2020 bis 2022 erhalten auch Betriebe eine Förderung, die Auszubildende zur Fortführung ihrer Ausbildung übernehmen, wenn der bisher ausbildende Betrieb den Ausbildungsvertrag vor Abschluss der Ausbildung in Folge der betrieblichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie gelöst hat.
Nähere Infos zur Beantragung finden Sie hier.

Richtlinie Mobilität:
Die Förderung der Mobilität von Jugendlichen, die ein Ausbildungsverhältnis außerhalb ihres Wohnortes (mindestens 45 km entfernt) eingehen, wird mit einer Prämie unterstützt (500 €). Damit kann regionalen Passungsproblemen in der Covid-19-Pandemie entgegengetreten und gleichzeitig die Besetzung angebotener Ausbildungsplätze in Niedersachsen befördert werden.

Richtlinie Entlastung:
Auch dieses Programm greift bei allen Unternehmen, ist als nicht auf KMU (wie die Bundesförderprogramme) begrenzt!

  1. Um Ausbildungsbetriebe zu unterstützen, die zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, erhalten diese eine betriebliche Einmalzahlung von 1.000 EUR, sofern die Probezeit erfolgreich beendet wurde. Als zusätzlich gelten Ausbildungsverträge, die ab dem 01.06.2020 abgeschlossen wurden und über der durchschnittlichen Anzahl der Ausbildungsverträge der vergangenen drei Jahre liegen.
  2. Betriebe, die Ausbildungsverträge verlängern, weil die Abschlussprüfung pandemiebedingt verschoben wurde und nicht innerhalb der regulären Ausbildungsdauer abgelegt werden kann oder weil die Prüfungsteilnehmenden durch die Prüfung fallen, erhalten für Ihr Engagement eine Prämie i. H. v. 500 EUR.

Richtlinie ÜLU 2:
Die überbetriebliche Ausbildung (ÜLU) im Handwerk, der Landwirtschaft sowie der Bauwirtschaft und -industrie ist integraler Bestandteil der dortigen betrieblichen Ausbildung. Diese durch den Lockdown getroffenen Ausbildungsstrukturen sind zu stützen. Mit Mitteln des Bundes (1/3), des ESF und des Landes (insgesamt 1/3) werden die Maßnahmen bereits gefördert. Die nun vorgesehene kurzfristige Erhöhung des Landesanteils für das Jahr 2021 entlastet die Betriebe deutlich und honoriert ihre Ausbildungsleistung.

Die NBank übernimmt die Förderung und ist nach derzeitigem Stand technisch ab 11.11.2020 in der Lage, auch die Anträge der RiLi Entlastung und Mobilität zu bearbeiten.
Die Förderungen können von Ausbildungsbetrieben in Anspruch genommen werden, die ihre Ausbildungsstätte in Niedersachsen haben bzw. von Auszubildenden, die in Niedersachsen wohnen und ihre Ausbildung in Niedersachsen absolvieren. Die Probezeit muss durchlaufen worden sein.
Eine Kombination mit Förderprogrammen des Bundes in Zusammenhang mit COVID-19 ist nicht möglich. Die Bundesförderprogramme mit gleichem Inhalt und gleicher Zielrichtung sind vorrangig in Anspruch zu nehmen.