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Informatik wird Pflichtfach in Schleswig-Holstein

M+E-Arbeitgeber begrüßen mehr digitale Kompetenz an Schulen.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) macht vor, was ihrem Hamburger Amtskollegen Ties Rabe (SPD) leider nicht gelingt: Vom Schuljahr 2022/2023 an soll Informatik in Schleswig-Holstein Pflichtfach in der Sekundarstufe I an Gymnasien und in Gemeinschaftsschulen werden. „Wir begrüßen dies als einen wichtigen Schritt, um die für die Berufs- und Arbeitswelt entscheidenden Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung zu stärken“, sagt Peter Golinski, Geschäftsführer Bildung und Arbeitsmarkt des Arbeitgeberverbandes NORDMETALL.

Eingebettet ist die Ankündigung des Bildungsministeriums in eine Weiterbildungsoffensive für Lehrkräfte in Schleswig-Holstein. Vom 1. August an können sich dort zunächst 75 Lehrerinnen und Lehrer zur Informatik-Lehrkraft fortbilden lassen. Ziel ist es, innerhalb der kommenden drei Jahre bis zu 200 Lehrkräfte für das Fach Informatik zu gewinnen.

Im Gegensatz dazu wird Informatik im Nachbarland Hamburg nur im Rahmen des Wahlpflichtfachs „Naturwissenschaften und Technik“ an Stadtteilschulen und Gymnasien angeboten. Nennenswerte Änderungen sind derzeit nicht geplant.

„Zusätzlich zu gut ausgebildetem Personal brauchen Schulen aber auch die passende technische Ausstattung. Hier müssen Politik und Verwaltung dafür sorgen, dass die Mittel aus dem Digitalpakt umfänglich in den Schulen ankommen“, betont Peter Golinski. „Zudem braucht es einen praxisorientierten Informatikunterricht. Für gemeinsame Projekte stehen die Unternehmen der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie den Schulen gern als Partner zur Seite.“

Mehr Informationen zu den Bildungsprojekten der Arbeitgeberverbände NORDMETALL und AGV NORD finden Sie im Internet unter www.wir-bilden-den-norden.de.