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Landesausschuss Berufsbildung - Azubi-Ticket für Niedersachsen beschlossen

In Niedersachsen sollen Auszubildende künftig für einen Euro am Tag Straßenbahnen, Busse und Regionalzüge unbegrenzt nutzen dürfen.

Diesen Beschluss hat der Landesausschuss Berufsbildung Niedersachsen (LABB) nun dem Niedersächsischen Kultusministerium vorgelegt.

Der Arbeitgeberverband NORDMETALL hat sich seit längerem für die Reduktion stark gemacht. „Die Einführung eines landesweit gültigen Azubi-Tickets wäre ein wichtiges Signal der Landesregierung, die duale Ausbildung zu stärken und gegenüber anderen Ausbildungsformen attraktiv zu halten“, sagt Joyce Müller-Harms, Leiterin der Abteilung Nachwuchssicherung und Arbeitsmarkt von NORDMETALL. Gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen seien weite Distanzen zwischen Wohnung, Betrieb und Berufsschule ein Grund dafür, warum sich Jugendliche häufig gegen eine duale Ausbildung entscheiden.

Joyce Müller-Harms: „Wir appellieren an die Landesregierung, sich zügig mit dem Thema auseinanderzusetzen und einen entsprechenden Beschluss zu fassen.“ Der LABB werde nicht nachlassen, den Beitrag der Landesregierung einzufordern. Der Landesausschuss dringt zudem auf eine unbürokratische und digital abrufbare Ticket-Variante.

Im Januar dieses Jahres hatte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) ein Azubi-Ticket mit regionaler Gültigkeit angekündigt. Für die meisten der rund 243.000 niedersächsischen Auszubildenden wäre eine solche Lösung nicht praktikabel. Niedersachsen ist nach Bayern das zweitgrößte Flächenland Deutschlands.

Ein landesweites Azubi-Ticket würde nicht nur die Attraktivität der dualen Ausbildung erhöhen, sondern auch dazu beitragen, klimapolitische Ziele zu erreichen und Auszubildenden mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.